montage_jugendliche-800.jpgHendryk Wagener, Jugendwart des Hessischen Pétanque Verbands, hatte eingeladen und 36 Jugendliche kamen zum Jugendtraining am Vortag der Hessischen Jugendmeisterschaft im Triplette 2008. Die Gemeinde hatte dem 1. PC Wächtersbach als Ausrichter das angrenzende Spielplatzgelände für den Zeltaufbau am Wochenende zur Verfügung gestellt. Viele Jugendliche waren bereits am Freitagabend angereist. Deshalb sorgten die Wächtersbacher bereits am Samstagmorgen für ein umfangreiches Frühstück, zu dem auch die am Morgen anreisenden Teilnehmer herzlich eingeladen waren.

 

Training

Georg Hose aus Kassel, neu bestellter C-Trainer des Deutschen Pétanque Verbands konnte als verantwortlicher Trainer für das Jugendtraining gewonnen  werden. Er hatte einen interessanten und anspruchsvollen Aufgabenparcours mitgebracht. Bei den Übungen und dem Aufbau der Stationen auf 14 Bahnen, 4 Bahnen mit Lege-Übungen, 4 Bahnen für den Millieu, 4 Bahnen mit Tireur-Übungen und auf 2 Bahnen Übungen für Taktik und Spiel, wurde Georg unterstützt von Hendryk, Peter, Katrin, Dirk, Christian, Günther, Sabine, Holger und Stefan. '>

15.09.2008: Rückblick: Jugendtraining und Hessische Jugendmeisterschaft Triplette

 

Reiner Kitzmann, der für seinen Sohn Steffen an diesem Tag als Chauffeur tätig war, hat einige dieser Stationen in Bildern dokumentiert. Hoch interessante Übungen.

So wurde insbesondere die Geschicklichkeit und die Präzision der Jugendlichen überprüft und gefördert. Dabei war besonders interessant, dass die Teilnehmer aller Altersklassen die gleichen Stationen durchliefen – lediglich die Entfernung zwischen Wurfkreis und Ziel und einige Detailforderungen wurden der altersgemäßen Leistungsfähigkeit angepasst. Die Betreuer beobachteten die jugendlichen Teilnehmer genau: Ruhe und Konzentration wurden eingefordert – Arm- und Handhaltung wurden dort wo notwendig sofort angesprochen und korrigiert. Auffallend war, dass bei vielen Kids bereits aufgrund ihres Talentes bzw. ihrer Spielpraxis eine hervorragende Basis vorhanden ist. Durch kontinuierliche Übungen im Verein könnten diese spielerischen Qualitäten noch zusätzlich verbessert werden. Nach dem Training wurde am Nachmittag die Möglichkeit geboten, die Prüfungen für den Erwerb der Bouleabzeichen in Bronze und Silber zu absolvieren. 

Sportabzeichen

Für die Prüfungen der DPV-Sportabzeichen Bronze und Silber hatten sich insgesamt 6 Schiedsrichter eingefunden, so dass die Prüfungen auf 6 in Reihe aufgebauten Bahnen stattfinden konnten. Das war auch dringend notwendig, denn bei der großen Anzahl von Prüflingen (33 Jugendliche und 13 Erwachsene) wäre das ansonsten gar nicht zu schaffen gewesen. Herzlichen Dank nochmals an die Schiris Martina Becker, Günther Gaug, Dirk Hillmann, Georg Hose, Burkhard Klie und Hendryk Wagener. 

Es begannen die 16 Jugendlichen, die im letzten Jahr erfolgreich die Bronze-Prüfung bestanden hatten mit der Prüfung zum Sportabzeichen Silber. Hier zeigte sich, dass die Anforderungen doch höher sind, als bei der Bronze-Prüfung. Einige vermeintlich „sichere“ Kandidaten scheiterten. Vielleicht lag es an zuviel Sonne, am tückischen Boden oder auch daran, dass einige Prüflinge gerade nicht ihre Normalform fanden, wenn´s drauf an kam. Jedenfalls bestanden lediglich 2 erfolgreich ihre Prüfung. Ein anerkennendes „Chapeau“ für Lorenz Buse und Jasmin Gimbel. Lorenz war der erste, der die Prüfung mit 44 Punkten erfolgreich bestand. Er nahm es souverän zur Kenntnis, als wäre es eine Selbstverständlichkeit.  Jasmin, die in der Reihenfolge als letzte gelost wurde, machte es nochmal sehr spannend. Erst mit dem vorletzten Schuss erreichte sie exakt die geforderten 40 Punkte. Jetzt, wo der Druck weg war, gelang ihr mit dem letzten Schuss ein wunderschönes Carreau, so dass sie ihr Punktekonto auf ebenfalls auf 44 erweiterte. 

An der Prüfung zum Sportabzeichen Bronze nahmen 17 Jugendliche und 13 Erwachsene teil. 11 der 30 Prüflinge (7 Jugendliche und 4 Erwachsene) bestanden erfolgreich die Prüfung. Namentliche Gratulation an die folgenden Kids: Dustin Mrozik, Steffen Kitzmann, David Hauck, Jinzhao Hu, Andreas Kristen, Dustin Graetz und Alina Sittner und an die erfolgreichen Erwachsenen. 

Danach war ein entspannter Abend – es wurde wie fast schon üblich, ein paar frei geloste Runden Minimax gespielt – unter den Jugendlichen angesagt, bei dem, wie bereits über den ganzen Tag, das Wetter bestens mitspielte.  So um Mitternacht ging dann für die meisten der Tag zu Ende.

Hessische Meisterschaft Triplette

Am folgenden Tag spielten 39 Teams um die Hessische Juniorenmeisterschaft im Triplette. Getrennt nach Altersklassen waren

   bei den Minimes (Jahrgang 1997 und jünger) drei Mannschaften

   bei den Cadets (Jahrgang 1996 bis 1994) sieben Mannschaften und

   bei den Juniors (Jahrgang 1993 bis 1991) drei Mannschaften

am Start. Es waren eine Menge interessante Partien zu beobachten, war dieses Turnier doch für viele Teams die Probe für die Deutsche Jugendmeisterschaft. Bei den Juniors durchaus hochklassig und alle Spiele sehr eng. Die Ergebnisse hätten hier auch anders aussehen können. Auch die Cadets zeigten solides Boule. Juniors, nehmt euch in Acht, viele der Cadets spielen im nächsten Jahr in eurer Altersklasse. Und auch bei den Minimes reifen – bei entsprechendem Training und Förderung – einige Talente heran. Wieder einmal aufgefallen ist, wie diszipliniert die Kids spielen. Der Schiedsrichter Günter musste außer ein paar Messungen und einer Regelfrage nicht eingreifen. Und was weiter auffällt: Es wird immer offensiver gespielt. Die Zeiten, dass hier noch eine Kugel dazwischen passt, sind passe. Ballern macht den Kids eben mehr Spaß. Da wächst eine tolle neue Spielergeneration heran.  

Die Ergebnisse dieser Hessischen Juniorenmeisterschaft sind in einem der früheren Berichte unter  http://hessen-petanque.de/content/view/237/1/ nachzulesen.

An dieser Stelle wie üblich ein dickes Danke an den Gastgeber, an das Wächtersbacher Team um Frank Schneider für zwei super schöne Tage. Sonne, Verpflegung, Preise und Gastfreundschaft, alles hat gepasst. Danke. Und auch ein Danke der Wächtersbacher an die Teilnehmer: Es blieb von dem tollen Essen gar nichts übrig. Das lässt sich übrigens auch von dem Zeltplatz sagen, der von den Zeltern absolut gereinigt verlassen wurde.  

Dieser Bericht entstand unter tatkräftiger Mithilfe von Hendryk, der neben Jugendseminar, Hessischer Triplettemeisterschaft, Deutscher Jugend-Triplettemeisterschaft auch noch diesen Bericht wesentlich erweiterte und mit den Eindrücken des Machers vor Ort ergänzte. Hochachtung!