Bericht der DM 55+ in RE-Suderwich
42 Spielerinnen und Spieler traten am Samstag den 12.09.26 und teilweise auch noch am Finaltag Sonntag den 13.09.26 an, um den Hessischen Petanque Verband in aller Ehren zu vertreten.
Was im letzten Jahr noch mit dem Erhalt der 14 Startplätze für Hessen gelang und darunter mit dem Team Norman Maurer, Jörn Krause und Andreas Dosch sogar das deutsche Meister Team gestellt werden konnte, gelang in diesem Jahr leider nicht. Trotz sehr guter personeller Besetzung gelang es nur 6 Teams die erforderlichen 2 Siege in den Poulespielen bzw. der Barrage zu erreichen. Das bedeutet den Verlust von zwei Startplätzen und somit nur noch 12 hessischen Teams im 128 Teams umfassenden Teilnehmerfeld der DM.
Von den 6 gesetzten Teams konnten
5 einen hessischen Startplatz sichern und 4 davon sogar durch einen dritten Sieg einen Startplatz für die DM im nächsten Jahr erreichen.
-Die Ergebnisse der hessischen Teams-
Erfolgreich und 2027 dabei sind:
-Hessen 1 mit Norman Maurer, Jörn Krause und Andreas Dosch, denen es zwar gelang einen hoch gehandelten möglichen Titelfavoriten am ersten Tag auszuschalten, die aber im zweiten Spiel des Finaltages, also dem Achtelfinale, NRW 4, den späteren Finalisten, unterlegen waren.

Hessen 2 mit Mario Hoebel, Rolf Knabenschuh und Hein Fuhrmann.
Mit nur 3!!! abgegebenen Punkten, nach 3 hervorragenden Spielen kam das Aus nach einer 10:13 Niederlage im letzten Spiel des ersten Tages. Schade, denn die 3 Spieler des Boule Clubs Kassel, hatten dieses Jahr einen Lauf, unter anderem mit dem 3. Platz beim Fehmarn Northern Open, einem der größten deutschen Turniere.
Hessen 4 mit Frank Lückert, Uwe Ewald und Hagen Völker. Auch hier gab es nach 3 Siegen eine Niederlage gegen ein sehr starkes Team von Sur Place Düsseldorf.

Hessen 7 mit Sylvia Rugar, Jörg Born und Van Tien Dang. Sie schieden nach klarer Führung leider doch noch gegen ein Nürnberger Team denkbar knapp aus.

Kein Startrecht für 2027, aber für Hessen einen Setzplatz holten zudem
Hessen 5 mit Peter Weise, Fahreddin Hass und Norbert Bär,

sowie Hessen 6 mit Gernold Strobl, Alfred Hiepel und Werner Obliers.

Das als Hessen 3 startende Team um Mahmoud Tabrizi, Stefan Schulz und
Yves Chabord startete zwar mit einem Sieg, konnte dann aber leider den Erfolg nicht fortsetzen und verlor in der Barrage mit 2:13. Warum dieses Team dann nicht im verpflichtenden B Turnier antreten konnte ist mir nicht bekannt.

In der Barrage verloren und dennoch einen guten Erfolg zu verzeichnen durch 3 aufeinander folgende Siege im B- Turnier hatte Team 14 von den Rumkuglern aus Kassel mit Mirek Sieben, Jörg Westermann und Arnd
Richards. Schade dass Sie als spielbestimmendes Team durch zwei
„Fünfer“ gegen den späteren B -Turnier Sieger ausscheiden mussten. Somit 5. Platz im B – Turnier.

Mit den Kasselern am längsten auf der DM spielen durfte das Team Hessen 11
mit Willi Lautenschläger, Frank Schamber und Jörg Engelke.
Nach einem Auftakt Sieg mit 13:2 folgten
zwei Niederlagen gegen sehr starke Bundesliga Teams. Im B – Turnier wähnte sich das Team nach 3 Siegen, leider auch gegen zwei hessische Teams, nach 8:2 Führung und 5 weiteren Kugeln dann schon im Halbfinale, jedoch das Glück stand eher auf des Gegners Seite, ein gezogenes Schwein und mehrmaliges verschieben der Zielkugel brachten das unerwartete Ausscheiden
mit einem 5. Platz im B – Turnier.

Auch Hessen 13 mit Inge Kremser – Otto,
Michael Lindhof, beide Bouleclub Tromm, und Michael Bischoff mussten ins entscheidende dritte Spiel und verloren. Tragisch, denn nach hoher Führung verlor man die interne Abstimmung der Aufgaben und verlor mit 12:13 Punkten. Auch das darauffolgende erste Spiel im B-Turnier litt noch unter dieser Situation und ging verloren.

Das Ergebnis der Barrage mit nur 2 Siegen und 4 Niederlagen von insgesamt 6 Spielen war somit negativ.
Hessen 8 mit Joachim Müller, Manfred Schaffer und Bernd Lange, das Überraschungsteam der Quali in Steinheim musste sich nach 2 Niederlagen in der Poulerunde und einem Sieg im B Turnier auf den Heimweg begeben.

Ebenso erging es Hessen 10 mit der Kaderspielerin und sehr guten Tireurin Phat Latsch, ihrem Mann Peter und Thomas Gärth. In einem ausgeglichenen Spiel verlor man 9:13 gegen Hessen 11.

Das BC Cassel Team Hessen 9 mit Andrea Gerwig, Georg Erwig und Robert Zastrow, alles Bundesliga erfahrene Spieler und seit vielen Jahren auf den Bouleplätzen unterwegs hatte einen rabenschwarzen Tag, kam nicht ins Spiel und verloren nicht nur beide Poulespiele, sondern auch gleich die erste Begegnung im B – Turnier.
Andrea, Schorsch! und Robert eingerahmt von Hessen 2 Mario, Rolf und Hein.

Das gleiche Schicksal erlebte Hessen 12.
Nach 2 Niederlagen im Poule, kam es im ersten B Turnier Spiel zu einer hesseninternen Begegnung gegen
Willi, Frank und Jörg.
Mit einem Sechser für Hessen 11 und somit einer 6:13 Niederlage endete die DM, aber zum Glück nicht der Spaß am Boule spielen für die Petterweil Bornheim Kombi.

-Das Flair und die Emotionen einer deutschen Meisterschaft-
Nationalhymne, gesungenes Steigerlied,
Beflaggung und das ganz wichtige Transparent der jeweiligen deutschen Meisterschaft, vor dem man dann das Team Erinnerungsfoto schießt,all das gehört genauso dazu, wie das Ärgernis eines entscheidenden Fehlschusses, die Freude über eine auf 10 Metern direkt an die Sau gelegte Kugel und das strenge Auge von einigen Schiedsrichtern, die dann auch mal Kugeln einziehen, weil die Kennung schlecht ist oder sogar gelbe Karten, meistens wegen Zeitüberschreitung, verteilen.
Da kann sich schon Druck aufbauen, wenn die Ansage des Schiris „noch 20 Sekunden“ kommt und man noch nicht mal im Kreis steht.
Eben noch Gegner und nach den Spielen
dann einfach Boulefreund/in, man sitzt zusammen und quatscht noch ein wenig bei einem Kaffee oder „Kaltgetränk“ und isst leckeren Kuchen. Smalltalk zwischen
Team Jever und Team Konstanz und wie oft hört man den Satz, „ach schön dass wir uns mal wieder sehen“!
Ohne diese Entspannung wäre es auch noch schwerer gute Leistungen zu bringen, denn nicht nur die Neulinge verspüren den Erfolgsdruck, sondern auch die Top Spieler mit dem Ziel das Ding zu gewinnen, dass mit der Aufschrift „1.Platz Deutsche Meisterschaften“.

-Die Organisation und die Ausrichter-
„Oh nein“ hallte es am Freitag in der tollen Boulearena der Boule – Initiative Suderwich 04. Der mit dem Transport des DM Equipments beauftrage Spediteur war nicht da und konnte auch nicht bis zum nächsten Tag noch liefern! Also mussten die Ausrichter und das DPV DM Team improvisieren. Fernseher, jede Menge Kabel, Bürokram, Mikro und, und, und!
Vielleicht klappte daher auch die Ergebnis Übermittlung nicht so wie gewünscht. Es war auf jeden Fall kein guter Start.
Davon unbeeindruckt, das Suderwicher Helferteam. Alle und wirklich Alle, freundlich, bemüht und immer ein offenes Ohr für ein Problem, das bald keines mehr war. War es die vertauschte Kugel, der verlorene Autoschlüssel oder ganz einfach „Hunger und Durst“.
Kein Problem, Pommes 2,40 Euro, für den gleichen Preis Brat-und Rindswurst oder „ Kaltgetränke“. Torte 1,60 Euro und richtig lecker, gern genommen nach einem verlorenen Spiel, welch besseren Seelentröster sollte es auch noch geben.
Bei einem Fanny kam natürlich noch Sahne drauf!!!
Das Spielgelände war mit 70 Plätzen und ca. 6-8 verschiedenen Belägen perfekt vorbereitet und auch dass fürchterliche Regenwetter am Sonntag machte den Plätzen nichts aus. Keine Pfützen oder Schlamm auf den Plätzen, nein – alles 1AAA.
So bleibt für mich eine tolle Erinnerung an meine 10. deutsche Meisterschaft und nächstes Jahr sehen wir uns hoffentlich bald wieder auf den DM’s in Deutschland. Wenn nicht als Spieler, so dann vielleicht wie jetzt als Chef de Equipe für den hessischen Verband in Vertretung meines leider erkrankten hessischen Leistungssportwart Kollegen Florian Besinger, der schon sehr viel Arbeit im Vorfeld der DM geleistet hatte und dem daher ein großes Dankeschön gebührt.
Allez le Boule
Frank Schamber


